Der kleine Champion lebt bei seiner Grossmutter, Madame Souza, in einem Haeuschen in der Vorstadt von Paris. Die energiegeladene alte Dame - klein von Statur und mit einem Klumpfuss ausgestattet - hat den pummeligen, wortkargen Jungen, der am liebsten die Tour de France im Fernsehen anschaut, adoptiert. Zu ihrer Sorge kann nichts das Kind aufheitern - ausser sein Huendchen und ein Fahrrad. Erfreut stuerzt sich Madame Souza auf die neu entdeckte Vorliebe ihres Enkels: nach anfaenglichem Kreise drehen im Hof intensiviert sie, ausgestattet mit einer Trillerpfeife, das Training, bis Champion seinem Namen alle Ehre macht. Waehrend Hund Bruno, der mit Vorliebe die vorbeifahrenden Zuege anbellt, immer dicker wird, wird aus seinem runden Herrchen mit der Zeit ein kraftstrotzendes Muskelpaket. Es ist die Zeit des expandierenden Nachkriegs-Paris: die Stadt dehnt sich immer weiter aus, und das kleine Haeuschen muss mehr und mehr einer Hochbahntrasse weichen, die quasi durchs Wohnzimmer fuehrt. Doch das stoert ausser Bruno keinen, denn die uebrigen Bewohner haben sich ganz dem Radsport verschrieben. Bis sich eines Tages Champions grosser Traum erfuellt und er bei der Tour de France antritt. Verbissen kaempft er sich die Berge hinauf, Madame Souza, mit Trillerpfeife, und Bruno im Auto immer dabei. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Madame Souzas Gefaehrt wird durch eine provozierte Reifenpanne ausser Gefecht gesetzt, und Champion wird von zwei mysterioesen Maennern in Schwarz gekidnappt. Sie verfrachten ihn in ein Schiff und los geht die Fahrt ueber den Atlantik. Doch die unermuedliche Madame Souza und Bruno sind ihnen auf den Fersen und schippern hinterher, in einem Tretboot ueber den Ozean! Als sie endlich in der geschaeftigen Metropole Belleville eine Mischung aus New York, Montral und Paris, ankommen, hat sich Champions Spur allerdings laengst verloren. Und so sitzen die Oma und der Hund ohne einen Cent in einer fremden Stadt. Verzagt ziehen sie sich unter eine Bruecke zurueck, und Madame Souza beginnt, auf alten Fahrradreifen zu musizieren. Bald gesellen sich drei exzentrische alte Ladies dazu: Die Triplettes de Belleville, in den 30ern beruehmte Music Hall Stars, fallen begeistert ein und nehmen anschliessend die Grossmutter und Bruno mit nach Hause. Der Speiseplan ist zwar etwas eintoenig, denn meist fangen die Drillingsschwestern in den nahen Suempfen durch kleine Sprengsaetze die Froesche gleich koerbeweise und verarbeiten sie zu immer neuen Delikatessen. Doch Madame Souza hat ein Dach ueber dem Kopf, und sie tritt zusammen mit den Triplets in deren Kuechengeraete-Show in einem Club auf. Dort wird Bruno eines Abends aus seinen immer wiederkehrenden Eisenbahn-Traeumen geschreckt: Er hat Witterung von Champion aufgenommen, und sein guter Geruchssinn fuehrt ihn direkt zum Nebentisch, zu einem kleinen Mann mit roter Nase und rotem Barett und einer grossen Vorliebe fuer Rotwein: der Chef der franzoesischen Mafia in Belleville. Auf seinen Fersen gelangen sie, nach einer wilden Verfolgungsjagd, in ein Casino, wo sich die Unterwelt beim Wetten vergnuegt. Zu ihrer Unterhaltung strampeln drei Fahrradfahrer bis zum Umfallen, um mit ihrer Kraft eine Film-Vorfuehrmaschine zum Laufen zu bringen. Gewettet wird, wer zuerst zusammen bricht - und eine dieser armen Kreaturen ist Champion! In einer wagemutigen Aktion nehmen es Madame Souza, Bruno und die Drillinge mit den Verbrechern auf und befreien Champion. Endlich wieder zuhause, geht nach dem grossen Abenteuer das alte Leben weiter, und Champion kann endlich wieder in Frieden im Fernsehen seine geliebten Fahrradrennen anschauen.
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